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Das kleine Uhren-ABC

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  AGS Uhr
AGS Uhren sind vergleichbar mit Automatikuhren, deren durch einen Rotor gewonnene Energie in einem Akku gespeichert wird. Das macht sie äußerst präzise und zudem umweltfreundlich.

Automatikuhr
Unter einer Automatikuhr wird eine mechanische Armbanduhr verstanden, bei der die Feder durch Armbewegungen des Trägers über einen Rotor in kleinen Schritten aufgezogen wird.

Beschichtungsverfahren
  Galvanisches Verfahren: Edelstahl wird mit einer Edelmetallschicht überzogen, z.B. 3 Mikron (Mikrometer) und dünner
     
  Ionen-Plattierung: Edelmetallschicht verbindet sich mit Edelstahl, dünner als galvanisches Verfahren, sehr abriebfest
     
  PVD-Beschichtung: ähnlich der Ionen-Plattierung, bekannt unter „geschwärzter Edelstahl“, auch in anderen Farben möglich
     
  Caliber (auch Kaliber)
Im Uhrmacherhandwerk übliche Bezeichnung für ein Uhrwerk

Chronograph
Uhr mit Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger. Angefügt wird ein Mechanismus, der einen Chronographenzeiger in der Zifferblattmitte steuert. Durch Betätigung von Drückern kann der Chronographenzeiger gestartet, angehalten und auf Null gestellt werden. Der Chronographenzeiger macht eine Umdrehung in der Minute; ein zweiter Zeiger, der Zählerzeiger, zählt die Anzahl der Umdrehungen, also die Minuten, meistens bis zu 30 Minuten.

Chronometer
Präzisionszeitmesser, der für diverse Verwendungsbedingungen geregelt ist (ISO-Norm 3159). Chronometerwerke werden durch entsprechende Prüfinstitute auf Ihre Ganggenauigkeit überprüft.

Drücker
Taste zum Auslösen eines Vorganges. Korrektoren genannte Drücker sind meist im Mittelteil eines Gehäuses versenkt.

  Gehäuseboden  
  Verschraubt: Boden ist mit Schrauben am Gehäuseboden befestigt, für wasserdichte Uhren
  Gedrückt: Standardbefestigung, Boden ist angedrückt
     
  Gehäusematerialien  
  Edelmetalle Gold, Silber, Platin in handelsüblichen Legierungen
     
  Edelstahl: Für gute Gebrauchsuhren, besonders widerstandsfähig, nicht rostend, auch für Gehäuseböden
     
  Verchromungen: Vorwiegend bei preisgünstigen Uhren
     
  Titan: Sehr hart, leicht, korrosionsbeständig, antiallergisch
     
  Kunststoff: Für normale Gebrauchsuhren, modische Uhren, Taucheruhren
     
  Metall: Bei preisgünstigen Uhren werden z.T. unterschiedliche Metalle verwendet, z.B. Messing
     
  Gläser  
  Kunststoffglas: Kunststoffglas ist schwer zerbrechlich, leicht einsetzbar und preisgünstig, jedoch verkratzt das Glas schnell
     
  Mineralglas: Mineralglas ist kratzfest, form-, licht-, wasser- und temperaturbeständig

Facettiertes Mineralglas: mit Schliff
     
  Saphirglas: Saphirglas ist extrem kratzfest, schlagunempfindlich und wird oft bei hochwertigen Uhren verwendet
     
  Großdatum
Anzeige des Datums durch zwei separate Sichtfenster

Guillochiertes Zifferblatt
Die Guillochierung (z.B. Perlmuster) bezeichnet ein Muster meist auf Zifferblättern. Das Gravieren von Metall mit einer Guillochiervorrichtung erzeugt optisch sehr ansprechende geometrische Linienmuster.

Krone
Die Krone dient bei Quarz- und mechanischen Uhren zum Zeigerstellen und/oder Korrigieren von Datumsanzeigen. Bei wasserdichten Uhren ist die Krone zum besseren Schutz oftmals mit dem Gehäuse verschraubt. Es gibt verschiedene Kronenformen, z.B. Zwiebelkronen, geriefte Kronen, Fliegerkronen etc

Lagersteine
Diese Steine werden verwendet, um die Reibung in einem Uhrwerk zu vermindern. Meistens werden heutzutage Rubine verwendet.

Lünette
Ring aus Metall bzw. Kunststoff, der auf dem Uhrengehäuse befestigt ist. Die Lünette kann fest oder auch drehbar sein (z.B. bei Taucheruhren).

Mechanisches Uhrwerk
Betrieben durch Zugfedern mit Handaufzug oder als Automatikuhr

Quarz-Uhrwerk
Batteriebetrieben; ein „synthetischer Quarz“ wird durch eine Wechselspannung erregt und auf eine absolut konstante Schwingung von 1 HZ heruntergeteilt

Rehaut
Erhöhter Rand auf den Zifferblättern (oft mit Zahlen bzw. Indexen besetzt)

Skelettierung
Um der Uhr eine filigrane und anspruchsvolle Optik zu verleihen, werden bestimmte Elemente (beispielsweise Zifferblätter) so ausgespart, dass ein kunstvolles Ornament sichtbar wird. Besonders aufwendig ist diese Technik bei Chronographen, da diese über umfangreiche mechanische Teile verfügen.

Solaruhr
Funktioniert mit Sonnenenergie; Solarzellen sind unsichtbar unter dem transparenten Zifferblatt angebracht

Sunray-Zifferblatt
Zifferblatt mit einem sonnenstrahlförmigen Schliff (siehe auch Giullochierung); sichtbar bei Lichteinstrahlung

Tachymeter
Uhrenskala zum Messen der Geschwindigkeit.
Wird bei einem Chronograph beim Passieren eines Kilometersteins der Sekundenzeiger gestartet, so zeigt dieser beim Erreichen des nächsten Kilometersteins auf der Tachymeterskala die Geschwindigkeit an.

Tourbillon
Uhr mit Drehgestell, das sich, wenn es vom Sekundenrad angetrieben wird, mit der Unruh und Hemmungsteilen einmal pro Minute dreht und eine Unwucht des Unruhsystems und damit Lagefehler ausgleicht. Diese Konstruktion wurde erstmals von Abraham Louis Breguet (1747 - 1823) ausgeführt.

Unruh
Taktgebendes Schwungrad, das das gleichmäßige Vorrücken der Zeiger über das Räderwerk ermöglicht.

Vollkalender
Als Vollkalender bezeichnet man die Anzeige aller relevanten Daten eines Kalenders (hier: Datum, Tag, Monat)

Wasserdicht
Die Wasserdichtigkeit ist das Verm ögen einer Uhr dem Eindringen von Wasser zu widerstehen; bei Uhren
3 ATM = Water Resistant 30 m (spritzwasserdicht)
5 ATM = Water Resistant 50 m (badetauglich)
10 ATM = Water Resistant 100 m (schwimmtauglich)
20 ATM = Water Resistant 200 m (wassersporttauglich)
Ab 30 ATM = Water Resistant 300 m (Tauchen mit Pressluft)